04 – 03.06.2025 – Bivio – Vicosoprano
Von Bivio führt die Route hinein in die weitgehend unberührte Hochgebirgslandschaft des Val Tgavretga. Der Anstieg zum Septimerpass ist vergleichsweise gleichmässig und folgt einer der historisch bedeutendsten Nord-Süd-Verbindungen der Alpen.
Der Septimerpass wurde bereits in römischer Zeit genutzt. Archäologische Funde, darunter römische Schleuderbleie, belegen seine militärische und wirtschaftliche Bedeutung. Später nutzten Händler, Säumer, Heere, Könige und Kaiser den direkten Übergang zwischen dem Rheingebiet und Norditalien.
Nahe der Passhöhe wurden Überreste des mittelalterlichen Hospizes St. Peter gefunden. Besonders eindrücklich sind zudem die historischen Pflästerungen. Bereits 1387 erhielt Jakob von Castelmur vom Bischof von Chur den Auftrag, die Route für den Verkehr auszubauen. Der heutige Weg folgt noch immer weitgehend diesem historischen Verlauf.
Auf der Südseite fällt der Weg steil nach Casaccia ins Bergell ab. Landschaft, Architektur und Sprache verändern sich nun deutlich: Aus dem rätoromanisch geprägten Surses führt die Route in das italienischsprachige Val Bregaglia.
Nach rund 23 Kilometern endet die Etappe in Vicosoprano.















































