29.09.2021 – Schiltach – Sankt Georgen

Vom tief gelegenen Schiltach beginnt unmittelbar ein kräftiger Aufstieg zurück auf die Höhen des Mittleren Schwarzwalds. Noch einmal prägen die gut erhaltenen Fachwerkhäuser von Schiltach den Beginn der Etappe.

Über steile Waldwege führt der Mittelweg hinauf zum Mooswaldkopf und weiter zum Fohrenbühl. Dort steht das Fohrenbühl-Gedächtnishaus mit seinem Aussichtsturm. Das Gebäude wurde 1923/24 nach Plänen des Architekten Paul Bonatz errichtet, der auch am Stuttgarter Hauptbahnhof beteiligt war.

Am Fohrenbühl verläuft erneut die historische Grenze zwischen Baden und Württemberg. Alte Grenzsteine tragen entsprechend die badischen und württembergischen Hoheitszeichen.

Die Strecke führt anschliessend durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit Wäldern, Wiesen und traditionellen Schwarzwaldhöfen. Besonders charakteristisch sind die tief heruntergezogenen Dächer der historischen Bauernhäuser.

Ziel ist Sankt Georgen, dessen Entwicklung eng mit einem im 11. Jahrhundert gegründeten Benediktinerkloster verbunden ist. Später wurde die Stadt durch die Schwarzwaldbahn sowie die Uhren-, Feinmechanik- und Phonoindustrie geprägt.

Mit rund 31 Kilometern und 1’180 Höhenmetern Aufstieg ist dies die anspruchsvollste Etappe des dokumentierten Mittelweg-Abschnitts.